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Welche Daten Sie für Process Mining benötigen

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Was ist für Process Mining erforderlich?

Process Mining arbeitet mit Event-Log-Daten, also einer Aufzeichnung dessen, was wann und für wen geschehen ist. Für die Analyse eines Prozesses benötigen Sie für jeden Schritt drei Angaben: eine Prozessinstanzkennung, einen Aktivitätsnamen und einen Timestamp.

Die drei erforderlichen Spalten

Spalte Beschreibung Beispiel
Case-ID Eindeutige Kennung einer Prozessinstanz, etwa einer Bestellung, eines Tickets oder eines Kunden 1001, PO-2024-0192
Aktivität Bezeichnung des ausgeführten Prozessschritts Create Purchase Order, Approve Invoice
Timestamp Zeitpunkt der Ausführung einschließlich Datum und Uhrzeit 2025-04-17 10:22:12

Optionale Spalten liefern zusätzlichen Kontext: Wer den Schritt ausgeführt hat (Benutzer/Ressource), wie lange er gedauert hat, welche Kosten entstanden sind oder welches andere Attribut Sie analysieren möchten.

So sieht beispielsweise ein kleines Event Log aus:

Case-ID Timestamp Aktivität
1 10:00 Uhr Bestellung aufnehmen
1 10:02 Uhr Limonade zubereiten
1 10:05 Uhr Kunden bedienen
2 10:03 Uhr Bestellung aufnehmen
2 10:10 Uhr Kundenbeschwerde bearbeiten
2 10:12 Uhr Limonade zubereiten
2 10:15 Uhr Kunden bedienen

Schon diese kleine Datenmenge reicht aus, um den Ablauf jedes Cases zu rekonstruieren und erste Fragen zum Prozess zu beantworten.

Warum diese drei Spalten wichtig sind

  • Case-ID ermöglicht es ProcessMind, Ereignisse zu Cases zu gruppieren und so den vollständigen Ablauf jeder Prozessinstanz zu rekonstruieren.
  • Aktivität definiert die Schritte Ihres Prozesses. Klare, einheitliche Aktivitätsnamen, immer „Rechnung genehmigen“, niemals „Genehmigt“ oder „Rechnung genehmigt“, halten den ermittelten Prozess lesbar.
  • Timestamp bestimmt die Reihenfolge der Ereignisse. ProcessMind benötigt ihn, um Aktivitäten zu ordnen sowie Dauer, Durchsatz und Wartezeiten zu berechnen.

Grundlagen der Datenqualität

Process Mining liefert zuverlässige Ergebnisse, wenn die Daten sauber und konsistent sind:

  • Eine Zeile pro Ereignis: Jede Zeile im Log enthält ein einzelnes Ereignis, keine Zusammenfassung.
  • Konsistente Case-IDs: Für denselben Case wird immer derselbe Bezeichner verwendet.
  • Keine fehlenden Timestamps: Ein Ereignis ohne Timestamp kann im Prozess nicht eingeordnet werden.

Sie benötigen keine perfekten Daten für den Einstieg. ProcessMind arbeitet mit den Daten, die Ihnen bereits vorliegen. Sie können sie währenddessen bereinigen und vorbereiten: siehe Datenbereinigung und -vorbereitung sowie Konfigurieren Ihres Datensatzes.

Woher Sie Daten beziehen

Event Logs werden in der Regel aus den Systemen exportiert, in denen Ihr Prozess ausgeführt wird, etwa aus ERP-, CRM-, Ticketing- oder Finanzsystemen. Unter Woher Sie Daten beziehen finden Sie systemspezifische Hinweise. Fertig verwendbare Beispiel-Logs können Sie aus den Beispieldateien herunterladen.

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