Ihr Daten-Template für Supply Chain Management

Oracle SCM Cloud
Ihr Daten-Template für Supply Chain Management

Ihr Daten-Template für Supply Chain Management

Dieses Template bietet einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Datenpunkte für ein aussagekräftiges Process Mining im Supply Chain Management. Es zeigt, welche wichtigen Attribute Sie erfassen und welche zentralen Aktivitäten Sie in Ihrem Event Log verfolgen sollten. Außerdem erfahren Sie, wie Sie diese Daten extrahieren.
  • Empfohlene Attribute für die Datenerfassung
  • Wichtige Aktivitäten zur Nachverfolgung
  • Anleitung zur Datenextraktion
Neu bei Event Logs? Erfahren Sie, wie Sie ein Event Log für Process Mining erstellen.

Attribute im Supply Chain Management

Diese empfohlenen Datenfelder sollten Sie in Ihr Event Log aufnehmen, um das Supply Chain Management umfassend zu analysieren und zu optimieren.
3 Erforderlich 9 Empfohlen 10 Optional
Name Beschreibung
Aktivitätsname
ActivityName
Der Name des konkreten Geschäftsereignisses oder der Aufgabe im Logistikprozess, etwa „Bestellung versendet“ oder „Sendung bestätigt“.
Beschreibung

Dieses Attribut beschreibt einen einzelnen Schritt oder Meilenstein im Logistikprozess. Jede Aktivität steht für eine konkrete Handlung, etwa die Bestandsprüfung, die Herstellung von Waren oder die Unterschrift unter einen Liefernachweis. Die Abfolge dieser Aktivitäten bildet den Prozessablauf für jeden Logistikauftrag.

Die Analyse des Aktivitätsnamens ist eine wichtige Grundlage für Process Mining. Sie ermöglicht die Visualisierung der Prozesslandkarte, die Berechnung der Übergangszeiten zwischen Schritten, das Erkennen von Nacharbeitsschleifen und das Entdecken häufiger oder abweichender Prozesspfade (Varianten).

Warum das wichtig ist

Das Attribut legt die Prozessschritte fest. Die Analyse der Abfolge und Häufigkeit von Aktivitäten bildet den Kern von Process Mining.

Woher beziehen

Aktivitätsnamen werden aus Ereignisdaten abgeleitet, die in verschiedenen Oracle-SCM-Cloud-Modulen erfasst werden. Dazu müssen Transaktionsstatus oder Event Logs häufig einer standardisierten Liste von Aktivitätsnamen zugeordnet werden.

Beispiele
Bestellung versendetWaren produziertSendung bestätigtLiefernachweis unterschrieben
Ereigniszeit
EventTime
Das genaue Datum und die Uhrzeit, zu denen eine bestimmte Aktivität stattgefunden hat.
Beschreibung

Die Ereigniszeit ist der Timestamp, der jeder Aktivität im Prozess zugeordnet ist. Sie liefert den zeitlichen Kontext, der erforderlich ist, um Ereignisse chronologisch zu ordnen und den Prozessablauf im Zeitverlauf zu verstehen. Diese Daten sind für jede zeitbasierte Analyse entscheidend.

In Process Mining dient dieses Attribut zur Berechnung aller zeitbezogenen Kennzahlen, etwa Zyklus-, Bearbeitungs- und Wartezeiten. Es bildet die Grundlage für das Event Log, das Erkennen von Engpässen anhand der Dauer zwischen Aktivitäten und die Bewertung der Leistung anhand zeitbezogener Ziele oder SLAs.

Warum das wichtig ist

Dieser Timestamp ist unverzichtbar, um Ereignisse chronologisch zu ordnen und alle zeitbezogenen Leistungskennzahlen wie Zykluszeiten und Engpässe zu berechnen.

Woher beziehen

Timestamp-Felder sind in der Regel in Transaktionstabellen der Oracle-SCM-Cloud-Module verfügbar, etwa als CREATION_DATE oder LAST_UPDATE_DATE.

Beispiele
2023-10-26T10:00:00Z2023-10-26T14:30:15Z2023-10-27T08:05:00Z
Logistikauftrag
LogisticsOrder
Die eindeutige Kennung eines einzelnen Logistikauftrags. Sie dient als Case-ID, mit der sich der Lieferkettenprozess vom Anfang bis zum Ende verfolgen lässt.
Beschreibung

Der Logistikauftrag ist die zentrale Case-Kennung, die alle Aktivitäten zu einem bestimmten Bedarf oder Erfüllungsauftrag innerhalb der Lieferkette zusammenführt. Anhand dieser ID lässt sich der gesamte Weg eines Produkts nachvollziehen, vom ursprünglichen Kundenauftrag oder der Bedarfsprognose über Beschaffung und Produktion bis zur endgültigen Lieferung.

In der Process-Mining-Analyse ist dieses Attribut entscheidend, um alle zusammengehörigen Ereignisse zu einem Case zusammenzufassen. So lässt sich der Prozessablauf für jeden Auftrag rekonstruieren. Dadurch können Sie Zykluszeiten analysieren, Engpässe erkennen, Prozessvarianten entdecken und die Gesamtleistung ausgehend vom einzelnen Auftrag bewerten.

Warum das wichtig ist

Diese Kennung ist der Schlüssel, um alle Prozessschritte miteinander zu verknüpfen. Ohne eine einheitliche Logistikauftrags-ID lässt sich der vollständige Weg eines Auftrags nicht nachvollziehen.

Woher beziehen

Diese Kennung findet sich in der Regel in mehreren Modulen von Oracle SCM Cloud, darunter Order Management, Inventory Management und Shipping.

Beispiele
LO-2024-00123LO-2024-00124LO-2024-00125
Angefordertes Lieferdatum
RequestedDeliveryDate
Das vom Kunden gewünschte Lieferdatum des Auftrags.
Beschreibung

Dieses Datum gibt den gewünschten Liefertermin des Kunden an und dient als zentrale Vergleichsgröße für die Messung der termingerechten Lieferung. Es wird in der Regel bei der Erstellung des Kundenauftrags festgelegt und ist ein wichtiger Bestandteil von Service Level Agreements (SLAs).

In der Analyse wird dieses Attribut mit dem „Tatsächlichen Lieferdatum“ verglichen, um die KPI „Termingerechte Lieferquote“ zu berechnen. So können Unternehmen beurteilen, ob sie die Erwartungen ihrer Kunden erfüllen, und die Ursachen von Verzögerungen ermitteln.

Warum das wichtig ist

Dieses Datum ist die Grundlage für die Messung der termingerechten Lieferung, einer wichtigen KPI für Kundenzufriedenheit und Effizienz der Lieferkette.

Woher beziehen

Dieses Datum wird in Oracle Order Management in der Regel auf Ebene des Kundenauftrags oder der Erfüllungsposition gespeichert. Suchen Sie nach Feldern wie REQUEST_SHIP_DATE oder REQUEST_ARRIVAL_DATE.

Beispiele
2023-11-152023-12-012024-01-10
Artikelnummer
ItemNumber
Die eindeutige Kennung oder SKU des verarbeiteten Produkts.
Beschreibung

Die Artikelnummer ermöglicht die detaillierteste Identifizierung eines Produkts. Sie erlaubt die Analyse einzelner Produkte und bietet damit mehr Details als eine Auswertung nach Produktkategorie.

Mit der Artikelnummer lassen sich Prozessprobleme bestimmten Produkten zuordnen. So kann ein Artikel beispielsweise besonders häufig die Qualitätskontrolle nicht bestehen oder mit längeren Produktionszeiten verbunden sein. Dadurch können Probleme gezielt auf SKU-Ebene untersucht werden.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht eine detaillierte Analyse einzelner Produkte und hilft, Probleme aufzudecken, die auf Kategorieebene möglicherweise nicht sichtbar sind.

Woher beziehen

Artikelkennungen finden sich in den meisten Transaktionstabellen von Oracle SCM, etwa in DOO_FULFILL_LINES_ALL oder INV_MATERIAL_TXNS, üblicherweise unter INVENTORY_ITEM_ID.

Beispiele
SKU-100-ASKU-250-BPART-XYZ-01
Benutzer
User
Die Benutzer-ID oder der Name der Person, die eine bestimmte Aktivität ausgeführt hat.
Beschreibung

Dieses Attribut gibt an, welcher Mitarbeitende oder Systembenutzer für die Ausführung einer Aufgabe im Prozess verantwortlich ist. Damit lassen sich die Arbeitslast und die individuelle Leistung analysieren.

Die Auswertung nach Benutzern unterstützt das Ressourcenmanagement und die Leistungsanalyse. Sie kann leistungsstarke Mitarbeitende oder Teams identifizieren, auf möglichen Schulungsbedarf hinweisen und Automatisierungsmöglichkeiten für Aufgaben aufzeigen, die bei manueller Ausführung regelmäßig viel Zeit beanspruchen.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht die Analyse der Ressourcenleistung und der Arbeitslastverteilung und hilft, Schulungs- oder Automatisierungsmöglichkeiten zu erkennen.

Woher beziehen

Benutzerinformationen sind in den meisten Oracle-SCM-Transaktionstabellen üblicherweise in den Spalten „Erstellt von“ oder „Zuletzt aktualisiert von“ gespeichert.

Beispiele
JSMITHALOGANSYSTEMBATCH_USER
Bestellnummer
PurchaseOrderNumber
Die eindeutige Kennung einer Bestellung für Rohmaterialien oder Komponenten.
Beschreibung

Die Bestellnummer ist eine zentrale Dokumenten-ID im Beschaffungsbereich der Lieferkette. Sie verknüpft den Logistikauftrag mit konkreten Anfragen an Lieferanten.

Mit diesem Attribut können Sie Beschaffungsaktivitäten detailliert analysieren. Es lässt sich verwenden, um alle Ereignisse zu einer bestimmten Bestellung nachzuverfolgen. Außerdem ist es wichtig für die Analyse der Lieferantenleistung und der Beschaffungszykluszeiten.

Warum das wichtig ist

Stellt eine direkte Verknüpfung zu Beschaffungsdokumenten her. So lassen sich der Beschaffungsteilprozess und seine Auswirkungen auf den gesamten Logistikablauf detailliert analysieren.

Woher beziehen

Diese ID ist im Oracle Procurement Cloud-Modul zu finden, hauptsächlich in der Tabelle PO_HEADERS_ALL unter SEGMENT1.

Beispiele
PO-98345PO-98346PO-98347
Lieferantenname
SupplierName
Der Name des Lieferanten, der die Rohmaterialien für eine Bestellung bereitstellt.
Beschreibung

Dieses Attribut bezeichnet den externen Partner, der die für die Produktion benötigten Komponenten oder Rohmaterialien liefert. Es ist mit beschaffungsbezogenen Aktivitäten wie „Bestellung versendet“ und „Rohmaterialien eingegangen“ verknüpft.

Die Analyse nach Lieferantenname ist entscheidend für das Dashboard „Leistung bei Lieferzeiten der Lieferanten“. Sie zeigt, welche Lieferanten zuverlässig und pünktlich liefern und bei welchen es häufig zu Verspätungen kommt. Diese Erkenntnisse sind wichtig für die Beschaffungsstrategie und das Lieferantenmanagement. Sie helfen auch, Produktionsverzögerungen durch Materialengpässe zu vermeiden.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht die Leistungsmessung und den Vergleich von Lieferanten. Das ist entscheidend für eine zuverlässige und effiziente Versorgung mit eingehenden Waren.

Woher beziehen

Lieferanteninformationen finden Sie in den Beschaffungsmodulen von Oracle SCM Cloud, wo sie mit Bestellungen verknüpft sind. Zu den wichtigen Tabellen gehören PO_HEADERS_ALL und POZ_SUPPLIERS.

Beispiele
Global Components Inc.Advanced Materials LLCTech Parts Direct
Produktkategorie
ProductCategory
Die Kategorie oder Produktfamilie, zu der das Produkt im Auftrag gehört.
Beschreibung

Die Produktkategorie ist ein Klassifizierungsattribut, das ähnliche Produkte zusammenfasst, etwa „Elektronik“, „Bekleidung“ oder „Rohmaterialien“. So lassen sich übergeordnete Analysen durchführen, statt nur einzelne Produkt-SKUs zu betrachten.

Bei Process Mining ist es besonders aufschlussreich, die Analyse nach Produktkategorie aufzuschlüsseln. So lässt sich feststellen, ob bestimmte Produkttypen längere Zykluszeiten haben, anderen Prozessvarianten folgen oder häufiger von Verzögerungen betroffen sind. Auf dieser Grundlage können Prozessverbesserungen gezielt auf bestimmte Produktlinien zugeschnitten werden.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht die Aufschlüsselung der Leistungsanalyse nach Produkttyp und macht Muster und Probleme bestimmter Produktfamilien sichtbar.

Woher beziehen

Diese Informationen sind in den Artikelstammdaten von Oracle SCM Cloud enthalten und über Tabellen wie EGP_SYSTEM_ITEMS_B sowie zugehörige Kategorietabellen verfügbar.

Beispiele
FertigerzeugnisseErsatzteileRohmaterialienUnterhaltungselektronik
Status des Logistikauftrags
LogisticsOrderStatus
Der endgültige Status des Logistikauftrags. Er gibt an, ob der Auftrag erfolgreich abgeschlossen, storniert oder teilweise erfüllt wurde.
Beschreibung

Dieses Attribut gibt den Endstatus oder das Ergebnis eines Logistikauftrags an. Damit lässt sich unterscheiden, ob ein Auftrag den gesamten Prozess wie geplant durchlaufen hat oder vorzeitig beendet wurde.

Bei der Prozessanalyse ist die Filterung nach Status entscheidend. Für die Analyse der Zykluszeit sollten beispielsweise in der Regel nur „Abgeschlossene“ Aufträge berücksichtigt werden, damit stornierte Aufträge die Ergebnisse nicht verzerren. Außerdem lässt sich untersuchen, warum Aufträge storniert werden.

Warum das wichtig ist

Gibt das Ergebnis eines Cases an. So können Sie unvollständige oder stornierte Aufträge herausfiltern und vergleichbare Daten analysieren.

Woher beziehen

Der endgültige Status wird häufig aus dem Status des Kundenauftrags oder der Erfüllungsposition in Oracle Order Management abgeleitet. Die entsprechenden Daten finden sich beispielsweise in den Tabellen DOO_HEADERS_ALL oder DOO_FULFILL_LINES_ALL.

Beispiele
ZugestelltStorniertTeilweise versandtAbgeschlossen
Tatsächliches Lieferdatum
ActualDeliveryDate
Das Datum, an dem der Auftrag dem Kunden tatsächlich zugestellt wurde. Der Liefernachweis bestätigt die Zustellung.
Beschreibung

Dieses Datum markiert den endgültigen Abschluss des Logistikprozesses, sobald die Waren ihr Ziel erreicht haben. Häufig wird es anhand der Aktivität „Liefernachweis unterschrieben“ erfasst.

Das Attribut ist für die Leistungsmessung unverzichtbar. Durch den direkten Vergleich mit dem „Angeforderten Lieferdatum“ lässt sich feststellen, ob ein Auftrag pünktlich oder verspätet zugestellt wurde. Außerdem dient es zur Berechnung der gesamten Logistik-Zykluszeit vom Anfang bis zum Ende.

Warum das wichtig ist

Das Datum gibt den tatsächlichen Abschlusszeitpunkt des Prozesses an und ermöglicht die Berechnung der termingerechten Lieferquote und der gesamten Zykluszeiten.

Woher beziehen

Häufig wird der Timestamp des abschließenden Lieferbestätigungsereignisses verwendet, der in Versand- oder Transportmodulen wie WSH_DELIVERIES zu finden ist.

Beispiele
2023-11-162023-11-302024-01-12
Transportart
ModeOfTransport
Die für den Versand verwendete Transportart, etwa Luft-, See-, Lkw- oder Schienentransport.
Beschreibung

Dieses Attribut gibt an, mit welcher Transportart Waren zwischen Standorten befördert werden, etwa vom Lager zum Kunden. Diese Information ist für die Logistik- und Transportanalyse wichtig.

In Process Mining hilft die Filterung oder Aufschlüsselung nach Transportart dabei, die Effizienz verschiedener Versandmethoden zu vergleichen. Das Dashboard „Transporteffizienzanalyse“ nutzt diese Daten, um die Transportdauer nach Transportart gegenüberzustellen. So lassen sich Logistikkosten und Lieferzeiten optimieren.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht die Analyse von Transporteffizienz und -kosten. So können Sie die Logistikstrategie anhand von Geschwindigkeit und Kosten optimieren.

Woher beziehen

Diese Daten finden Sie in der Regel im Modul Oracle Transportation Management (OTM) oder in den Modulen für die Versandabwicklung. Suchen Sie nach Feldern in Tabellen wie WSH_DELIVERY_LEGS.

Beispiele
LuftfrachtSeefrachtKomplettladungTeilladung
Auftragswert
OrderValue
Der Gesamtwert des Logistikauftrags.
Beschreibung

Dieses Attribut gibt den finanziellen Wert eines einzelnen Logistikauftrags an. Es ist eine wichtige Geschäftskennzahl, um Analysen zu priorisieren und die finanziellen Auswirkungen von Prozessineffizienzen zu verstehen.

Beim Process Mining lässt sich der Auftragswert mit der Prozessleistung und den finanziellen Ergebnissen in Beziehung setzen. Eine Analyse kann beispielsweise zeigen, dass bei Aufträgen mit hohem Wert häufiger längere Verzögerungen auftreten, was ein erhebliches Umsatzrisiko darstellt. Außerdem lassen sich Verbesserungen für Prozesse priorisieren, die den größten Wert abwickeln.

Warum das wichtig ist

Setzt die Prozessleistung in einen finanziellen Zusammenhang und hilft, Verbesserungen nach ihren monetären Auswirkungen zu priorisieren.

Woher beziehen

Der Auftragswert ist in Oracle Order Management üblicherweise auf Kopfebene des Kundenauftrags gespeichert. Angaben zum Gesamtbetrag finden Sie beispielsweise in Tabellen wie DOO_HEADERS_ALL.

Beispiele
5250.7512300.00950.20
Durchlaufzeit von Anfang bis Ende
EndToEndCycleTime
Die gesamte Zeit vom Anlegen des Kundenauftrags bis zum abschließenden Zustellnachweis.
Beschreibung

Diese berechnete Kennzahl misst die Gesamtdauer des Logistikprozesses für einen einzelnen Auftrag. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Timestamp der ersten Aktivität, beispielsweise „Kundenauftrag angelegt“, und dem Timestamp der letzten Aktivität, etwa „Zustellnachweis unterzeichnet“.

Diese Kennzahl gehört zu den wichtigsten KPIs für die Bewertung der gesamten Prozesseffizienz. Sie bietet einen übergeordneten Leistungswert und wird in Dashboards verwendet, um Entwicklungen im Zeitverlauf zu verfolgen und lang laufende Aufträge zu identifizieren, die untersucht werden sollten.

Warum das wichtig ist

Misst die Prozessleistung vom Anfang bis zum Ende. So lassen sich lang laufende Cases erkennen und Verbesserungen der Gesamteffizienz verfolgen.

Woher beziehen

Diese Kennzahl wird im Process-Mining-Tool oder bei der Datenaufbereitung berechnet, indem für jeden Case die Startzeit des ersten Ereignisses von der Startzeit des letzten Ereignisses abgezogen wird.

Beispiele
15 Tage 4 Stunden22 Tage 8 Stunden10 Tage 2 Stunden
Kundenname
CustomerName
Der Name des Kunden, der die Bestellung aufgegeben hat.
Beschreibung

Dieses Attribut bezeichnet den Empfänger der Waren und Dienstleistungen. Es ist eine zentrale Dimension für jede kundenorientierte Analyse.

Eine nach Kunden segmentierte Prozessanalyse kann wichtige Muster aufdecken. So kann es beispielsweise bei bestimmten umsatzstarken Kunden häufiger zu Verzögerungen kommen oder verschiedene Kundensegmente können unterschiedliche Prozesspfade durchlaufen. Diese Informationen sind wichtig, um den Kundenservice zu verbessern und wichtige Kundenkonten effektiv zu betreuen.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht eine kundenorientierte Prozessansicht und hilft zu verstehen, ob bestimmte Kunden oder Kundengruppen besonderen Prozessproblemen begegnen.

Woher beziehen

Kundeninformationen sind in den Auftragsverwaltungsmodulen gespeichert und mit dem Kundenauftrag verknüpft. Sie finden sich in Tabellen zu DOO_HEADERS_ALL, die mit Kundekontentabellen (HZ_CUST_ACCOUNTS) verknüpft werden.

Beispiele
Retail CorpManufacturing SolutionsMegaStore Inc.
Lagerstandort
WarehouseLocation
Das Lager oder Distributionszentrum, aus dem die Waren entnommen und versandt werden.
Beschreibung

Dieses Attribut bezeichnet den physischen Standort oder die Einrichtung, an dem eine bestimmte Logistikaktivität stattfindet. Es ist wichtig für standortbezogene Leistungsanalysen.

Eine Auswertung nach Lagerstandort kann deutliche Leistungsunterschiede zwischen Einrichtungen aufzeigen. So kann die Kommissionierung und Verpackung in einem Lager wesentlich kürzer dauern als in einem anderen. Diese Erkenntnisse helfen dabei, bewährte Vorgehensweisen standortübergreifend zu teilen oder Einrichtungen zu identifizieren, in denen Prozessverbesserungen erforderlich sind.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht den Leistungsvergleich verschiedener Standorte und hilft, leistungsstarke Einrichtungen sowie Verbesserungspotenziale zu erkennen.

Woher beziehen

Informationen zu Lagern oder Bestandsorganisationen sind grundlegende Datenelemente in Oracle Inventory Management. Sie finden sich häufig als ORGANIZATION_ID in Tabellen wie INV_MATERIAL_TXNS.

Beispiele
WH-NORTHWH-WESTDC-CENTRAL
Letzte Datenaktualisierung
LastDataUpdate
Der Timestamp, der angibt, wann die Daten zu diesem Ereignis zuletzt aktualisiert oder aus dem Quellsystem extrahiert wurden.
Beschreibung

Dieses Attribut gibt an, wann die Ereignisdaten im Process-Mining-Datensatz zuletzt aktualisiert wurden. Es ist wichtig, um die Aktualität der Daten und den von der Analyse abgedeckten Zeitraum zu verstehen.

Das Attribut dient der Data Governance und informiert Benutzer darüber, wie aktuell die in Dashboards dargestellten Erkenntnisse sind. So lässt sich beispielsweise die Frage beantworten: „Wie aktuell ist diese Prozessansicht?“.

Warum das wichtig ist

Liefert wichtigen Kontext zur Aktualität der Daten und zeigt Benutzern, welchen Zeitraum die Analyse abdeckt.

Woher beziehen

Dieser Timestamp wird während des ETL-Prozesses (Extraktion, Transformation und Laden) erzeugt und hinzugefügt.

Beispiele
2024-01-15T02:00:00Z2024-01-16T02:00:00Z
Nacharbeit
IsRework
Ein boolesches Kennzeichen, das angibt, ob bei einem Logistikauftrag Nacharbeit angefallen ist, etwa durch eine wiederholte Aktivität oder eine Schleife im Prozess.
Beschreibung

Dieses berechnete Attribut identifiziert Cases, deren Ablauf nicht linear und effizient verläuft. Es wird üblicherweise anhand von Sequenzen ermittelt, in denen eine Aktivität wiederholt wird oder auf eine spätere Aktivität eine frühere folgt. Das weist auf eine Prozessschleife hin, zum Beispiel „Waren kommissioniert“ -> „Qualitätskontrolle nicht bestanden“ -> „Waren kommissioniert“.

Dieses Kennzeichen ist entscheidend, um Prozessineffizienzen zu quantifizieren. Es hilft bei der Berechnung des KPI für die Nacharbeitsquote von Aufträgen. Außerdem können Analysten Cases mit Nacharbeit filtern und untersuchen, um Ursachen wie Eingabefehler, Qualitätsprobleme oder eine fehlerhafte Erstbearbeitung zu ermitteln.

Warum das wichtig ist

Hilft, Prozessineffizienzen wie Schleifen und wiederholte Schritte zu quantifizieren und einzugrenzen. Sie sind häufig eine Ursache für Verzögerungen und höhere Kosten.

Woher beziehen

Dieses Attribut ist im Quellsystem nicht verfügbar. Das Process-Mining-Tool berechnet es, indem es die Aktivitätssequenz jedes Cases auf Muster untersucht, die auf Nacharbeit hindeuten.

Beispiele
truefalse
Name des Frachtführers
CarrierName
Der Name des Logistikdienstleisters oder Frachtführers, der für den Transport der Waren verantwortlich ist.
Beschreibung

Der Name des Frachtführers gibt an, welcher Transportdienstleister für eine Sendung eingesetzt wurde. Diese Information ist wichtig, um die Leistung von Logistikpartnern zu bewerten.

Dieses Attribut wird im Dashboard „Effizienzanalyse des Transports“ verwendet, um die Leistung verschiedener Frachtführer zu vergleichen. Damit lässt sich beispielsweise ermitteln, welche Frachtführer die kürzesten Transportzeiten haben, auf bestimmten Routen am zuverlässigsten sind oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Warum das wichtig ist

Ermöglicht den Leistungsvergleich von Transportpartnern, der für die Optimierung von Versandkosten und Zuverlässigkeit entscheidend ist.

Woher beziehen

Diese Informationen sind in Oracle Transportation Management oder den Shipping-Modulen gespeichert. Sie sind üblicherweise einer bestimmten Fahrt oder einem Zustellabschnitt in Tabellen wie WSH_TRIPS zugeordnet.

Beispiele
FedExDHLUPSMaersk
Pünktliche Lieferung
IsOnTimeDelivery
Ein boolesches Kennzeichen, das angibt, ob die Bestellung am gewünschten Liefertermin oder früher zugestellt wurde.
Beschreibung

Dieses berechnete Attribut vereinfacht die Leistungsanalyse. Es ergibt sich aus dem Vergleich von „Tatsächliches Lieferdatum“ und „Gewünschtes Lieferdatum“. Liegt das tatsächliche Datum am gewünschten Liefertermin oder davor, ist der Wert „wahr“, andernfalls „falsch“.

Mit diesem Kennzeichen lassen sich KPIs und Dashboards wie das Dashboard „Kundenlieferleistung“ einfach erstellen. Es ermöglicht schnelles Filtern und Aggregieren, um die Gesamtquote pünktlicher Lieferungen zu berechnen. Außerdem unterstützt es die Ursachenanalyse, mit der sich gemeinsame Merkmale verspäteter Bestellungen ermitteln lassen.

Warum das wichtig ist

Misst direkt, ob die Kundenerwartungen erfüllt werden, und vereinfacht die Erstellung wichtiger Kennzahlen zur Pünktlichkeit von Lieferungen.

Woher beziehen

Dieses Attribut ist im Quellsystem nicht vorhanden. Es wird bei der Datentransformation berechnet, indem 'ActualDeliveryDate' <= 'RequestedDeliveryDate' verglichen wird.

Beispiele
truefalse
Quellsystem
SourceSystem
Gibt an, aus welchem Informationssystem die Daten extrahiert wurden.
Beschreibung

Dieses Attribut gibt die Herkunft der Ereignisdaten an, in diesem Fall Oracle SCM Cloud. Es ist hilfreich, wenn Daten aus mehreren Systemen zusammengeführt werden, da es die Datenherkunft nachvollziehbar macht.

In der Analyse hilft es, Prozesse oder Aktivitäten zu unterscheiden, die sich über mehrere Systeme erstrecken. In einer Umgebung mit nur einem System wie dieser dient es als standardisiertes Attribut für die Data Governance.

Warum das wichtig ist

Macht die Datenherkunft nachvollziehbar und hilft, Datenquellen in Umgebungen mit mehreren Systemen zu unterscheiden.

Woher beziehen

In der Regel wird während der Datenextraktion und -transformation ein statischer Wert wie „Oracle SCM Cloud“ hinzugefügt.

Beispiele
Oracle SCM CloudOracle Fusion SCM
Transportdauer
TransportationDuration
Die Zeit, die Waren vom Verladeort bis zum Ziel benötigen.
Beschreibung

Diese berechnete Kennzahl misst den Transportabschnitt der gesamten Durchlaufzeit. Sie ergibt sich aus der Zeitdifferenz zwischen der Aktivität „Waren für den Transport verladen“ und der Aktivität „Waren am Zielort entladen“.

Dieses Attribut wird im Dashboard „Effizienzanalyse des Transports“ verwendet. Es hilft, Verzögerungen während des Transports von anderen Verzögerungen zu unterscheiden. Die Auswertung nach Frachtführer und Transportmittel unterstützt die Optimierung der Versandleistung.

Warum das wichtig ist

Grenzt die Transportzeit ein und ermöglicht eine gezielte Analyse der Transporteffizienz unabhängig von Verzögerungen im Lager oder in der Produktion.

Woher beziehen

Diese Kennzahl wird bei der Datentransformation berechnet. Dazu wird für einen Case die Zeitdifferenz zwischen den Timestamps der Ereignisse „Waren für den Transport verladen“ und „Waren am Zielort entladen“ ermittelt.

Beispiele
2 Tage 3 Stunden5 Tage 1 Stunde12 Stunden
Erforderlich Empfohlen Optional

Aktivitäten im Supply Chain Management

Dies sind die zentralen Prozessschritte und Meilensteine, die Sie in Ihrem Event Log erfassen sollten, um Prozesse zuverlässig zu entdecken und ihre Leistung zu bewerten.
6 Empfohlen 8 Optional
Aktivität Beschreibung
Kundenauftrag erstellt
Diese Aktivität kennzeichnet die Erstellung eines Kundenauftrags in Oracle Order Management. Der Auftrag dokumentiert die verbindliche Warenbestellung eines Kunden. Das Ereignis wird explizit erfasst, sobald ein neuer Kundenauftrag im System gespeichert wird. Damit beginnt der Lebenszyklus des Logistikauftrags.
Warum das wichtig ist

Als primäres Start-Event ermöglicht diese Aktivität die Messung der Logistik-Zykluszeit vom Anfang bis zum Ende. Sie bildet die Grundlage für die Analyse der Effizienz der Auftragsabwicklung und der Muster bei der Kundennachfrage.

Woher beziehen

Erfasst anhand des Erstellungs-Timestamps des Kundenauftrags im Modul Order Management, in der Regel aus der Tabelle DOO_HEADERS_ALL.

Erfassung

Verwenden Sie das Erstellungsdatum des Kundenauftragskopfs.

Ereignistyp explicit
Liefernachweis unterschrieben
Der Kunde bestätigt den Erhalt der Waren mit seiner Unterschrift und schließt damit den Lieferprozess offiziell ab. Häufig wird dies erfasst, indem dem Auftrag oder der Sendung ein Lieferdatum und ein Liefernachweis hinzugefügt werden.
Warum das wichtig ist

Dies ist das definitive End-Event eines erfolgreich abgeschlossenen Logistikauftrags und eine wichtige Grundlage für die KPI „Logistik-Zykluszeit vom Anfang bis zum Ende“. Das Ereignis unterstützt außerdem Compliance-Prüfungen und die Klärung von Streitfällen.

Woher beziehen

Häufig wird der Sendungs- oder Kundenauftragsdatensatz manuell oder teilautomatisiert aktualisiert. Das System kann ein eigenes Feld für das Datum des Liefernachweises enthalten, das als Timestamp des Ereignisses verwendet werden kann.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp aus dem Feld „Datum des Liefernachweises“ im Sendungs- oder Auftragsdatensatz.

Ereignistyp explicit
Produktion eingeplant
Für hergestellte Artikel wird ein Fertigungsauftrag eingeplant. Dabei werden der Produktionszeitraum und die Ressourcenzuweisung festgelegt. Das Ereignis wird erfasst, wenn sich der Status des Fertigungsauftrags zu „Eingeplant“ oder „Freigegeben“ ändert.
Warum das wichtig ist

Diese Aktivität ist ein wichtiger Meilenstein im Dashboard „Verzögerungen in Produktion und Versand“. Sie markiert den Beginn des Produktionszyklus. Verzögerungen an dieser Stelle wirken sich auf den gesamten Erfüllungsprozess aus.

Woher beziehen

Abgeleitet aus der Statusänderung eines Fertigungsauftrags in Oracle Manufacturing Cloud. Relevante Daten sind beispielsweise in Tabellen wie WIP_DISCRETE_JOBS gespeichert.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp, zu dem sich der Status des Fertigungsauftrags in „Freigegeben“ oder einen ähnlichen Status ändert, der den Produktionsbeginn anzeigt.

Ereignistyp inferred
Waren für den Transport verladen
Die verpackten Waren werden auf das Fahrzeug des Frachtführers geladen und verlassen offiziell das Lager. Erfasst wird dies durch die Transaktion „Ship Confirm“ in Oracle Shipping.
Warum das wichtig ist

Dieses Ereignis markiert den Beginn des Transportabschnitts. Es ist der Ausgangspunkt für die KPI „Transportzykluszeit“ und das Dashboard „Transporteffizienzanalyse“.

Woher beziehen

Ein explizites Ereignis, das durch die Transaktion „Ship Confirm“ in Oracle Shipping erfasst wird. Dadurch wird der Status der Lieferdetails auf „Versendet“ gesetzt.

Erfassung

Verwenden Sie den Transaktions-Timestamp der Aktion „Ship Confirm“.

Ereignistyp explicit
Waren kommissioniert und verpackt
Lagerpersonal entnimmt die Artikel eines Auftrags aus dem Bestand und verpackt sie für den Versand. Dabei werden mehrere Systemtransaktionen ausgeführt, bis der Status „Verpackt“ erreicht ist.
Warum das wichtig ist

Damit beginnt der physische Versandprozess. Die Zeit vom Auftragseingang bis zu diesem Punkt wird mit der KPI „Zeit von der Bestandsprüfung bis zur Auftragsabwicklung“ gemessen und gibt Aufschluss über die interne Abwicklungseffizienz.

Woher beziehen

Abgeleitet aus dem Status der Versandpositionen oder Lieferdetails in Oracle Shipping. Häufig werden dafür mehrere Ereignisse zusammengeführt, etwa die Erstellung einer Kommissionierwelle sowie die Bestätigung der Kommissionierung und Verpackung.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp der letzten Kommissionier- oder Verpackungsbestätigung für die Kundenauftragsposition.

Ereignistyp inferred
Waren produziert
Die Herstellung der Waren ist abgeschlossen und die Fertigerzeugnisse werden in den Bestand übernommen. Das Ereignis wird erfasst, wenn der Fertigungsauftrag im System als abgeschlossen gemeldet wird.
Warum das wichtig ist

Dieses Ereignis markiert das Ende der Produktionsphase und zeigt an, dass das Produkt für die Auftragsabwicklung verfügbar ist. Die Dauer von „Produktion eingeplant“ bis zu diesem Ereignis ist eine wichtige Kennzahl für die Fertigungseffizienz.

Woher beziehen

Erfasst anhand der Abschlussbuchung eines Fertigungsauftrags in Oracle Manufacturing Cloud. Dadurch wird der Status des Fertigungsauftrags auf „Abgeschlossen“ gesetzt.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp der Abschlussbuchung des Fertigungsauftrags oder der Statusänderung zu „Abgeschlossen“.

Ereignistyp inferred
Auftrag storniert
Der Kundenauftrag wird storniert, bevor die Auftragsabwicklung abgeschlossen ist. Erfasst wird dies, wenn der Status des Kundenauftragskopfs oder der Auftragsposition auf „Storniert“ gesetzt wird.
Warum das wichtig ist

Dies ist ein alternativer, nicht erfolgreicher Endpunkt des Prozesses. Die Analyse stornierter Aufträge hilft, Gründe für nicht zustande gekommene Verkäufe zu erkennen, etwa lange Lieferzeiten oder Fehlbestände.

Woher beziehen

Abgeleitet aus einer Statusänderung des Kundenauftragsdatensatzes in Oracle Order Management zu „Storniert“, einem abschließenden Status.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp der Statusänderung zu „Storniert“ im Kundenauftragskopf oder in der Auftragsposition.

Ereignistyp inferred
Bestandsverfügbarkeit geprüft
Das System prüft, ob die angeforderten Artikel auf Lager sind, um den Kundenauftrag zu erfüllen. Dieser Schritt läuft häufig automatisiert im Workflow der Auftragsabwicklung ab. Das Ergebnis wird jedoch als Status oder Timestamp protokolliert.
Warum das wichtig ist

Diese Aktivität ist entscheidend für das Dashboard „Bestandserfüllungseffizienz“ und die KPI „Auswirkung der Bestandsverfügbarkeit“. Verzögerungen an dieser Stelle können auf Fehlbestände oder eine ineffiziente Bestandsverwaltung hinweisen.

Woher beziehen

Abgeleitet aus Statusänderungen der Kundenauftragsposition oder aus Datensätzen in Tabellen von Oracle Inventory Management (INV), die Reservierungen oder Verfügbarkeitsprüfungen betreffen.

Erfassung

Abgeleitet aus einer Statusänderung der Kundenauftragsposition, etwa zu „Wartet auf Erfüllung“, oder aus dem Timestamp der Reservierungserstellung.

Ereignistyp inferred
Bestellanforderung erstellt
Es wird eine formelle Anforderung zur Beschaffung von Materialien bei einem Lieferanten erstellt. Dies geschieht in der Regel, wenn der Bestand zur Erfüllung eines Kundenauftrags nicht ausreicht. Die Anforderung wird als explizite Transaktion im Oracle-Procurement-Modul erfasst.
Warum das wichtig ist

Diese Aktivität macht Abhängigkeiten von der Beschaffung und externen Lieferanten sichtbar. Die Zeitspanne zwischen diesem Ereignis und dem Wareneingang ist entscheidend, um lieferantenbedingte Verzögerungen zu verstehen.

Woher beziehen

Erfasst anhand des Erstellungs-Timestamps einer Bestellanforderung in Oracle Procurement Cloud, beispielsweise in Tabellen wie POR_REQUISITION_HEADERS_ALL.

Erfassung

Verwenden Sie das Erstellungsdatum des Datensatzes der Bestellanforderung.

Ereignistyp explicit
Bestellung versendet
Die Bestellanforderung wird in eine rechtsverbindliche Bestellung umgewandelt und an den Lieferanten gesendet. Dieses Ereignis wird explizit erfasst, wenn die Bestellung freigegeben und ihr Status auf „Offen“ oder „Versendet“ gesetzt wird.
Warum das wichtig ist

Damit beginnt offiziell die Lieferzeit des Lieferanten. Das Ereignis ist wichtig für die Messung des Dashboards „Leistung bei Lieferzeiten der Lieferanten“ und der KPI „Termingerechte Lieferquote der Lieferanten“.

Woher beziehen

Erfasst anhand des Freigabe- oder Übermittlungsdatums der Bestellung in Oracle Procurement Cloud, das beispielsweise in Tabellen wie PO_HEADERS_ALL gespeichert ist.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp, zu dem sich der Bestellstatus in „Genehmigt“ oder „Offen“ ändert.

Ereignistyp explicit
Qualitätsprüfung durchgeführt
Fertigerzeugnisse werden vor der Versandfreigabe einer Qualitätsprüfung unterzogen. Das Ergebnis wird im Modul Oracle Quality Management als Qualitätsprüfungsresultat erfasst.
Warum das wichtig ist

Dieser Schritt ist für Compliance und Kundenzufriedenheit entscheidend. Die Analyse dieser Aktivität hilft, die Einhaltung von Qualitätsstandards sicherzustellen und Engpässe im Prüfprozess aufzudecken. Sie unterstützt außerdem Compliance-Prüfungen.

Woher beziehen

Erfasst anhand von Transaktionsdatensätzen in Oracle Quality Management Cloud, wenn ein Prüfplan ausgeführt und die Ergebnisse eingetragen werden.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp, zu dem das Ergebnis der Qualitätsprüfung als „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“ erfasst wird.

Ereignistyp explicit
Rohmaterialien eingegangen
Die bestellten Rohmaterialien oder Waren treffen vom Lieferanten ein und werden offiziell in den Bestand aufgenommen. Dies wird als Wareneingangstransaktion in Oracle Inventory Management erfasst.
Warum das wichtig ist

Mit diesem Ereignis endet die Messung der Lieferzeit des Lieferanten. Verzögerungen in dieser Phase wirken sich direkt auf Produktionspläne und die endgültigen Liefertermine für Kunden aus.

Woher beziehen

Erfasst anhand des Transaktionsdatums des Wareneingangs in Oracle Inventory Management, in der Regel aus den Tabellen RCV_SHIPMENT_HEADERS und RCV_TRANSACTIONS.

Erfassung

Verwenden Sie das Transaktionsdatum des Materialwareneingangs.

Ereignistyp explicit
Sendung bestätigt
Alle Artikel einer Sendung sind bereitgestellt und verpackt und können dem Frachtführer übergeben werden. Diese Aktivität setzt den Sendungsstatus im System auf „Bestätigt“ oder „Versandbereit“.
Warum das wichtig ist

Dies ist ein wichtiger Meilenstein, bevor die Waren das Lager verlassen. Er trennt die interne Bearbeitungszeit im Lager von der externen Transportzeit.

Woher beziehen

Abgeleitet aus einer Statusänderung des Sendungs- oder Lieferdatensatzes in Oracle Shipping, beispielsweise in Tabellen wie WSH_DELIVERIES oder WSH_NEW_DELIVERIES.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp, zu dem der Sendungsstatus auf „Bestätigt“ gesetzt wird.

Ereignistyp inferred
Waren am Zielort entladen
Die Sendung trifft beim Kunden oder im Zielhafen ein und wird entladen. Diese Information wird häufig anhand von Daten des Frachtführers oder eines Transportmanagementsystems aktualisiert.
Warum das wichtig ist

Diese Aktivität markiert das Ende der Transportzeit. Die Dauer ab „Waren für den Transport verladen“ ist entscheidend für die Analyse der Leistung des Frachtführers und der Transporteffizienz.

Woher beziehen

Wenn ein Transportmanagementsystem integriert ist, kann dieses Ereignis explizit erfasst werden. Andernfalls wird es möglicherweise abgeleitet, etwa aus Statusmeldungen des Frachtführers oder einer manuellen Eingabe bei der Lieferbestätigung.

Erfassung

Verwenden Sie den Timestamp aus einem integrierten TMS oder den manuell aktualisierten Status „Zugestellt“ im Sendungsdatensatz.

Ereignistyp explicit
Empfohlen Optional

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