Strategischer Leitfaden für datengetriebene Prozessoptimierung
Der umfassende Guide für effektive Prozessoptimierung und Business Transformation durch smarte Datennutzung.
Definition: Digitaler Zwilling
Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines realen Objekts, Systems oder Prozesses, das dessen Verhalten, Leistung und Zustand widerspiegelt. Digitale Zwillinge nutzen Realdaten, um das virtuelle Modell mit der Realität synchron zu halten. Dies ermöglicht Simulationen, Analysen und Optimierungen, ohne das physische Gegenstück zu beeinträchtigen.
Ein digitaler Zwilling ist ein digitales Modell, das ein physisches Objekt, ein System oder einen Prozess in einer virtuellen Umgebung nachbildet. Es ist mehr als nur ein Diagramm oder eine Momentaufnahme: Es handelt sich um ein datengesteuertes Abbild, das sich parallel zum realen Gegenstück weiterentwickelt. Durch die Verknüpfung von Realdaten mit einem virtuellen Modell können Unternehmen die Leistung überwachen, Simulationen durchführen und Ergebnisse vorhersagen, bevor sie Änderungen in der Realität umsetzen.
Das Konzept stammt ursprünglich aus der Luft- und Raumfahrt, hat sich aber längst darüber hinaus verbreitet. Heute wird die Digital-Twin-Technologie in der Fertigung, im Gesundheitswesen, in der Stadtplanung, im Energiesektor und im Geschäftsprozessmanagement eingesetzt. Ob Sie ein Strahltriebwerk oder einen Order-to-Cash-Workflow modellieren, die Idee bleibt dieselbe: Erstellen Sie ein digitales Abbild, füttern Sie es mit Realdaten und nutzen Sie es für fundierte Entscheidungen.
Digital-Twin-Lösungen sind mittlerweile weit verbreitet: Eine Studie von Strategic Market Research aus dem Jahr 2023 ergab, dass rund 75 % der Unternehmen digitale Zwillinge in irgendeiner Form nutzen. Es wird erwartet, dass der Markt für digitale Zwillinge von 24,5 Mrd. USD im Jahr 2025 auf über 259 Mrd. USD bis 2032 anwachsen wird.
Die Technologie des digitalen Zwillings reicht bis in die 1960er Jahre zurück, als die NASA physische Repliken von Raumfahrzeugen baute, um Bedingungen vor Missionen zu simulieren. Während der Apollo-13-Krise im Jahr 1970 nutzte die NASA bodengestützte Simulatoren, um das beschädigte Raumfahrzeug nachzubilden und Rettungsszenarien zu bewerten.
Im Jahr 2002 formalisierte Dr. Michael Grieves von der University of Michigan das Konzept, indem er ein physisches Produkt durch kontinuierlichen Datenaustausch mit seinem virtuellen Gegenstück verknüpfte und dies als Framework für das „Product Lifecycle Management“ bezeichnete. Der Begriff „Digital Twin“ selbst wurde 2010 vom NASA-Ingenieur John Vickers geprägt.
Seitdem hat sich die Modellierung digitaler Zwillinge von der Spiegelung physischer Hardware auf die Nachbildung ganzer Systeme und Prozesse ausgeweitet, unterstützt durch IoT-Sensoren, Cloud Computing, KI und Simulations-Engines.
Ein digitaler Zwilling funktioniert durch den Aufbau eines kontinuierlichen Kreislaufs zwischen einer physischen Einheit und ihrem virtuellen Abbild:
Digitale Zwillinge unterscheiden sich in Umfang und Detailgrad:
Für die Verbesserung von Geschäftsprozessen ist der Prozesszwilling am relevantesten. Hier fließen Process Mining , Prozessmodellierung und Prozesssimulation zusammen, um ein leistungsstarkes digitales Abbild Ihres Betriebs zu erstellen.
Digitale Zwillinge werden oft mit physischen Vermögenswerten wie Turbinen, Gebäuden oder Fahrzeugen in Verbindung gebracht. Einige der nützlichsten Anwendungen liegen jedoch in Geschäftsprozessen. Jedes Unternehmen basiert auf Prozessen: Auftragsmanagement, Beschaffung, Kundensupport, Rechnungsstellung, Personalbeschaffung und mehr. Diese Prozesse erzeugen große Mengen an digitalen Daten – genau das, was ein digitaler Zwilling benötigt.
Ein digitaler Prozesszwilling ist ein virtuelles Modell davon, wie die Arbeit tatsächlich durch Ihr Unternehmen fließt. Er erfasst die reale Abfolge der Aktivitäten, die Zeitdauer der einzelnen Schritte, die beteiligten Ressourcen und die auftretenden Abweichungen. Im Gegensatz zu einem statischen Prozessdiagramm, das in einem Workshop gezeichnet wird, basiert ein Prozesszwilling auf tatsächlichen Daten und kann kontinuierlich aktualisiert werden.
Die Erstellung eines digitalen Zwillings für einen Geschäftsprozess erfordert keine Sensoren oder IoT-Geräte. Erforderlich sind lediglich Daten, ein Modell und eine Simulations-Engine.
Der ProcessMind-Ansatz
ProcessMind kombiniert Process Mining, Prozessmodellierung und Prozesssimulation auf einer Plattform. Laden Sie Ihre Daten hoch, entdecken Sie Ihren tatsächlichen Prozess, modellieren Sie Verbesserungen und simulieren Sie Ergebnisse. Testen Sie ProcessMind kostenlos .
Bei der Bewertung von Digital-Twin-Lösungen für Geschäftsprozesse sollten Sie auf folgende Funktionen achten:
| Funktion | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Process Mining | Entdeckt den realen Prozess aus Event-Daten – das Fundament Ihres digitalen Zwillings |
| Prozessmodellierung (BPMN) | Ermöglicht es Ihnen, den entdeckten Prozess zu strukturieren, zu verfeinern und zu kommentieren |
| Prozesssimulation | Ermöglicht Was-wäre-wenn-Analysen und Vorhersagen für künftige Zustände |
| Datenintegration | Verbindet sich mit Ihren bestehenden Systemen (ERP, CRM, CSV, XLSX) für einen einfachen Datenimport |
| Visuelle Analysen | Bietet übersichtliche Dashboards und Prozesskarten für alle Stakeholder |
| Kollaboration | Unterstützt teambasierte Analysen und den Zugriff für mehrere Benutzer |
| Cloud-basierte Plattform | Bietet sofortigen Zugriff, Skalierbarkeit und keinen Aufwand für die Infrastruktur |
Mit ProcessMind erhalten Sie all diese Funktionen in einem cloudbasierten Workspace. Informieren Sie sich über unsere Funktionen und Preise .
Die Digital-Twin-Technologie wird in vielen Branchen eingesetzt. Hier sind einige bemerkenswerte Anwendungsgebiete:
Hersteller nutzen digitale Zwillinge, um Produktionslinien zu simulieren, Layouts zu optimieren, Anlagenausfälle vorherzusagen und Abfall zu reduzieren. Ein Abbild der Fabrikhalle kann die Auswirkungen neuer Maschinen, geänderter Abfolgen oder unterschiedlicher Schichtmodelle testen, bevor physische Änderungen vorgenommen werden.
Digitale Zwillinge der Lieferkette bilden den Warenfluss über Beschaffung, Produktion, Lagerung und Vertrieb ab. Sie helfen Unternehmen dabei, Störungen vorherzusehen, Lagerbestände zu optimieren und alternative Lieferanten oder Routen zu bewerten.
Krankenhäuser setzen digitale Zwillinge ein, um Patientenströme, Personaleinsatzplanung und Ressourcenzuweisung zu optimieren. Im klinischen Bereich helfen patientenspezifische digitale Zwillinge dabei, Behandlungspläne vor der Umsetzung zu simulieren.
Stadtplaner erstellen digitale Zwillinge von städtischen Umgebungen, um Verkehrsmuster, Infrastrukturänderungen und Umweltauswirkungen zu simulieren. Diese Modelle nutzen Echtzeitdaten von IoT-Sensoren, um den Zustand der Stadt kontinuierlich widerzuspiegeln.
Energieunternehmen nutzen digitale Zwillinge zur Überwachung und Optimierung von Windparks, Stromnetzen und Anlagen für erneuerbare Energien.
Jedes Unternehmen kann einen digitalen Zwilling seiner Kernprozesse erstellen, sei es Order-to-Cash, Procure-to-Pay, Customer Onboarding oder IT-Service-Management.
Diese Begriffe sind eng miteinander verwandt, aber dennoch verschieden:
| Konzept | Beschreibung |
|---|---|
| Prozessmodell | Ein statisches Diagramm oder eine Karte eines Prozesses (z. B. ein BPMN-Diagramm). Zeigt die Struktur, kann aber nicht ausgeführt werden oder Vorhersagen treffen. |
| Simulation | Eine Technik, um ein Modell zeitlich vorauszuberechnen und Ergebnisse vorherzusagen. Nutzt oft hypothetische oder historische Daten. |
| Digitaler Zwilling | Ein lebendiges, datengebundenes virtuelles Abbild, das ein Modell mit Realdaten und Simulation kombiniert. Wird kontinuierlich aktualisiert und für die laufende Überwachung, Analyse und Vorhersage genutzt. |
Ein Prozessmodell ist der Entwurf. Eine Simulation ist der Motor. Ein digitaler Zwilling ist das komplette System: Modell + Realdaten + Simulation + kontinuierliches Feedback.
Ein digitaler Prozesszwilling bietet konkrete Vorteile:
Organisationen, die digitale Zwillinge einsetzen, berichten laut einer Hexagon-Studie aus dem Jahr 2025 von Renditen über 10 %, wobei mehr als die Hälfte einen ROI von mindestens 20 % verzeichnet.
Sie benötigen kein riesiges Budget oder ein eigenes Data-Science-Team, um einen digitalen Prozesszwilling zu erstellen. So gehen Sie vor:
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Die Technologie entwickelt sich rasant weiter. Zu den wichtigsten Trends, die die Zukunft prägen, gehören:
Der Trend hin zu zugänglichen, prozessfokussierten digitalen Zwillingen bedeutet, dass jedes Unternehmen diese Technologie für kontinuierliche Verbesserungen und Wettbewerbsvorteile nutzen kann.
ProcessMind wurde speziell für die Erstellung digitaler Zwillinge Ihrer Geschäftsprozesse entwickelt. Es kombiniert Process Mining, Prozessmodellierung und Prozesssimulation auf einer cloudbasierten Plattform:
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